Wie in guten alten Zeiten...
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- Geschrieben von Dennis
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Schützen- und Heimatfest 2011 in Werden
BSV GUT ZIEL und Freunde polieren das Image des Schützenwesens auf
Besonders viel Engagement musste das neue Organisationsteam der Werden-Heidhauser Schützen bei der Vorbereitung des diesjährigen Schützen- und Heimatfestes an den Tag legen, weil es in diesem Jahr wider Erwarten eine ganze Reihe unvorhersehbarer Probleme zu bewältigen galt. Davon war jedoch bei Eröffnung der Kirmes und dem Start des Festes mit dem Bürgerabend im Festzelt nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil, äußerst gut gelaunt und froh gestimmt gingen am Freitag vor Pfingsten bei der Playbackshow des Runden Tisches der Werdener Traditionsvereine zum nunmehr neunten Mal die Solokünstler und Gruppen aus den Vereinen des Großraums Werden an den Start.
In einer vierstündigen Mammutshow mit Vorprogramm des Fanfarencorps der KG Völl Freud, der Werdener Spielleute und des Tambourcorps Ruhrperle präsentierten bei sieben Auftritten drei Amateurgruppen und vier Einzel-„Künstler“ bzw. Duos unter dem Jubel der Zuschauer ihr Können. Als die Jury zu später Stunde die Sieger des Events verkündete, hielten sich bei den Interpreten die Freude der Sieger und ein wenig Enttäuschung bei den Unterlegenen die Waage. Platz 1 errangen bei den Gruppen die Friends For Fun/KG Völl Freud mit einem Hitmedley und einer Kostümshow von Dschingis Khan & The Legacy. Als bester Einzelinterpret wurde Sascha Beier/KG Völl Freud als Mickie Krause mit „Schatzi schenk mir ein Foto“ ausgezeichnet.
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Dumpfe Glockenschläge, heiße Musik, tosenden Beifall und viel Nebel gab es beim Auftritt von AC/DC mit „Hells Bells“, dargeboten von der Jugendabteilung des BSV GUT ZIEL. |
High Noon beim Bogenschießen
Sehnlichst von der Bogensportabteilung erwartet, fiel pünktlich um 12 Uhr mittags der Startschuss bei den Schützen des BSV GUT ZIEL. Erstmals nicht mit Kugel und Knall sondern mit Pfeil und Bogen im Freien. Ein Hauch von Nostalgie lag trotz moderner Sportbogentechnik über dem Gelände, als Groß und Klein der Bogenschützen zu einem spannenden Dreikampf um Titel und Chargen antraten. Ein fahrendes Ziel, ein Mehrfachziel à la Odysseus in Form von zehn Luftballons in einer Linie und drei Präzisionsscheiben galt es zu treffen, um die höchstmögliche Punktzahl zu erreichen, denn die war entscheidend für den Gewinn der ersten Bogentitel in der Vereinsgeschichte des BSV GUT ZIEL. Groß war dann die Freude, als nach langem Kampf und sorgfältiger Auswertung die Titelträger feststanden: bei den Erwachsenen König Martin Deptula (92 Punkte), 1. Ritter Georg Dopp (89), 2. Ritter Stefan Dopp (66) und bei den Jungschützen Kronprinzessin Hannah Voswinckel (70), 1. Knappe Torben Brandies (57) und 2. Knappe Paul Kamminga (45).
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Trefferaufnahme nach dem Schießen auf die „laufende Scheibe“, rechts der erste Bogenkönig des BSV GUT ZIEL Martin Deptula. |
Wechselspiel der Gefühle bei Damen und Jungschützen
Am Nachmittag ging es dann wie gewohnt wieder mit Pressluft und Bleidiabolos im Festzelt um die Titel des Kronprinzen und der Schützendame des Jahres. Bei den Kronprinzen mit Trophäen- und Rumpfschießen auf den hölzernen Kronprinzenvogel und bei den Schützendamen auf das traditionelle Eichenblatt. Mit Können und zum Teil auch ein wenig Glück fielen die Trophäen: Krone Klaus Paßgang (51. Schuss), Zepter Luisa Petrich (37), Reichsapfel Andreas Paßerah (35), linker Flügel Marie-Christin Hasemann (29), rechter Flügel Olaf Jasser (55). Dass es bei beiden Titelschießen hart zur Sache gehen würde, stand bei je zwei Bewerberinnen und Aspiranten von vornherein fest. Entsprechend nervös traten zunächst Mutter Brigitte und Tochter Silke Honnacker zum Schießen an, je länger das Schießen, umso häufiger wechselten Röte und Blässe im Gesicht der beiden Damen. Beim 40. Schuss war es dann soweit – urplötzlich und eigentlich noch unerwartet fiel zur großen Freude der gesamten Ex-Kaiserfamilie Honnacker und der vielen Zuschauer das Eichenlaub und Brigitte Honnacker wurde zur Schützendame des Jahres 2011/2012 der Werden-Heidhauser Schützen.
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Die spätere Schützendame des Jahres Brigitte Honnacker mit Schießleiter Illner vor dem Schießen auf die Eichenblatt-Trophäe.
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Scheinbar erheblich gelassener zeigten sich die beiden Wettkampf-Jungschützen Hendrik Nottelmann und Justin Jalaß - der eine schon mit einer Portion Erfahrung, der andere ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent. Die Gelassenheit hielt jedoch nicht lange an. Ein Titelschießen vor großem Publikum, bei dem es auf den einen, aber entscheidenden Schuss zur richtigen Zeit ankommt, hat seine eigenen Gesetze. Da wurden Hände feucht, und da guckte man sich auch schon mal Hilfe suchend nach seinem Trainer und seinen Eltern um. Schuss um Schuss ging in den Rumpf, ungläubiges Kopfschütteln bei Aspiranten und Zuschauern. Nur noch auf zwei hauchdünnen Holzstegen stehend erwies sich der Rumpf von einer bisher noch nie da gewesenen Hartnäckigkeit. Sage und schreibe 97 Schüsse waren erforderlich, bis er nach nervenaufreibendem Kampf von der Stange geholt wurde, und der neue Kronprinz Justin Jalaß nach einem Luftsprung von seinen Eltern und Freunden fast erdrückt wurde.




